Fabrikverkauf Ratgeber



Der kritische Einkaufsführer Jod


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Informativ, aber leider sehr unübersichtlich

Als ich mir das Buch bestellt habe, erwartete ich eine tabellarische Auflistung von unjodierten Lebensmitteln. Diese Erwartung wurde leider bei Weitem nicht erfüllt.
Das Buch gibt nützliche Tipps zur jodfreien Ernährung, nur die Aufbereitung lässt zu wünschen übrig.
So werde ich auch weiterhin bei allen zu kaufenden Lebensmitteln die Inhaltsstoffe studieren und hoffen, dass dort, wo kein Jodsalz deklariert ist, auch keines enthalten ist.

Eine große Chance vertan: dennoch eine Kaufempfehlung
Eine Weile schon habe ich auf diese Neuerscheinung gewartet. Jetzt endlich hatte ich das Büchlein in der Hand - und musste gleich schlucken. Ja wer hat denn die Gestaltung übernommen? Das Dingelchen sieht von außen aus wie aus den 50er Jahren! Grauselig. Warum ist denn die Optik wichtig? Damit das Büchlein nicht in die Sektierer- oder "alles-olle-Kamellen"-Ecke gedrängt wird!

Und innen: Ein Chaos. Von einem Einkaufsführer erwarte ich vorwiegend Übersichtlichkeit. Das Thema SCHREIT förmlich nach Tabellen. Nichts dergleichen. Es gibt nur fortlaufenden Text, in dem einzelne Dinge im Fettdruck hervorgehoben sind - wenigstens Unterstreichungen hätten etwas besser geholfen.

Hier kann ich nichts auf die Schnelle nachschlagen. Ich muss das Buch lesen - und dann selbst tabellarisch umsetzen. Es gibt sicherlich auch mehr sinnvolle Internet-Adressen als die paar im Anhang.

Das Buch ist vorwiegend an Jod-Allergiker gerichtet. Auch das finde ich schade. Die allgemeine Zwangsjodierung ist ja so erschreckend für jedermann, wie die Autorin in anderen Büchern überzeugend darlegt, dass ich als "Gesunde" mir vorgenommen habe, Jodiertes aus meiner Nahrung zu streichen. Also erwartete ich auch reichlich Hinweise, wie ich in normalen Geschäften bestmöglichst einkaufe. Auch hier drängt sich eine Liste auf: links z.B. der Discounter, rechts die Artikel, die ich dort gefahrlos kaufen kann - oder auch solche, die ich dort besonders meiden sollte.

Der Verzicht auf die Discounter ist auch aus einem anderen Grund bedauerlich: Ich bekomme nämlich so den Eindruck, dass ich reich sein muss, um jodfrei zu leben. Das stimmt so nicht, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich schon mit ein bisschen Aufmerksamkeit mein Essen wesentlich jodärmer gestalten kann.

Überflüssig eine Liste mit Länderabkürzungen. So etwas gehört allenfalls in einen Anhang, nicht vorne ins Buch.

Wer einen kritischen Einkaufsführer Jod kauft, weiß über die Jod-Problematik. Also sind alle Ausführungen über die Schädlichkeit der Jodierung hier praktisch überflüssig.

Die Schnelllebigkeit eines solchen Buchs ist im Thema quasi inbegriffen. Vielleicht wäre da eine Loseblattt-Sammlung eine gute Idee?

Es steht auch viel Wichtiges drin. Und das Thema an sich ist ja so ungeheuer zentral - dafür gibt's meine drei Sterne statt nur einem. Empfehlung: Trotz aller Kritik kaufen. Was Besseres gibt es nicht und wenn wir das Buch nicht kaufen, werden weder der Verlag noch die Autorin die Möglichkeit zu einer verbesserten Neuauflage bekommen :-)

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